Jahresrückblick 2025-eine intensive Lektion in Loslassen

Jahresrückblick 2025: Ein Blick in den Kalender zeigt: gestartet bin ich 2025 mit der Strichmännchen-Technik. Altes hinter mir lassen, Platz für Neues..befreien aus Verstrickungen….die guten Vorsätze halt 😉 Und im nachhinein das Gefühl: es hat sich nicht wirklich viel verändert. Dabei weiss ich ja, es sind viele kleine Dinge, die sich ständig, täglich geändert haben. Ich lass das jetzt so. (Auch eine Art des loslassens!) Bei meinem Versuch, alles 3 Neue mit auf ein Foto zu bekommen, bleibt ein sehr abgeschnittener Ausschnitt….nun gut, das soll wohl so sein 😉 Meine Gleitsichtbrille…..sehr gewöhnungs-bedürftig! Meine neue Yogamatte von meiner lieben Freundin Iris und mein Aerial-Yogatuch. Für die „Yogarette“, wie Iris mich immer so schön nennt 😉

Buch Strichmännchen-Technik.

1 Jahr lang hat es mich begleitet: ETR

Scha(a)fkarten, oberste ist: der Handspiegel.
die Scha(a)fkarten habe ich bei Savina kennen gelernt

Im Sommer habe ich meine ETR-Ausbildung https://savina.de/etr/ abgeschlossen. Traumasensibles Coaching. 1 und 2 x die Woche im Wechsel treffen in einem geschützten Raum. Die Magie einer wohlwollenden, gegenseitig unterstützenden, sich respektierenden Gruppe…nach einem Jahr verlassen zu müssen, fiel mir schwer. (zum „müssen“-ich hätte auch verlängern können. Nur kenne ich mich. Ich hätte niemals den Absprung geschafft.) Für mich selbst habe ich aus der Ausbildung viel mitnehmen können. Vor allem: meinem Impuls, helfen zu „müssen“, nicht immer nachzugeben. Sondern mich erst einmal zu fragen: stimmt es wirklich, dass die Andere meine Hilfe braucht? Oder nehme ich ihm (ich schreibe mal in der weiblichen, mal in der männlichen Form) womöglich eine Lernaufgabe ab? Das wäre erstens sehr unsinnig und zweitens auch noch übergriffig. Für manch eine in meinem Umfeld ist das jetzt eine unangenehme Erfahrung. Ich „funktioniere“ nicht mehr so wie früher. Und bin damit vielleicht auch nicht mehr so beliebt. Da kann ich gut mit leben, auch wenn es sich manchmal komisch anfühlt. Eins der wichtigsten Loslass-Themen: ich brauche eine Gruppe, um mich sicher zu fühlen.

Geld und Beziehung

Jeder Mensch hat ja so seine Lebensthemen. Etwas, was sich wie ein roter Faden (zumindest lange) durchs Leben zieht. Bei dem einen ist es der Beruf, bei der anderen die Wohnsituation, beim nächsten das Grundthema Geld und bei der übernächsten das Thema Beziehungen. Und natürlich hängt alles mit allem zusammen. Dahinter steckt oft auch das, was Judith Peters https://judithpeters.de/jahresrueckblog/ (der ich zu verdanken habe, dass ich das hier schreibe ;-)) „Mindfuck“ nennt. Irgend ein Glaubenssatz, eine Überzeugung, der Fortschritt, Weiterentwicklung, Persönlichkeitsentfaltung verhindert. Alleine kommen wir meistens nicht drauf, was es ist. Was denke ich über…sagen wir mal: Geld. Vielen ist nicht bewusst, dass sie einerseits immer darüber meckern, zuwenig Geld zu haben, andererseits aber auch irgendwie denken: Leute, die viel Geld haben, haben einen schlechten Charakter. Ja wie soll das Unterbewusstsein denn dann die Zeichen auf „Reichtum“ stellen? Wenn ich glaube, dass ich dann einen schlechten Charakter haben werde? Anstatt an die Möglichkeiten zu denken, die sich damit auftun. Wenn jemand nichts hat, kann er auch nichts spenden, keine Stiftung gründen, was auch immer. Die von Vera F. Birkenbihl empfohlene Methode, einfach mal drauf los zu schreiben..ungefiltert, unsortiert alles, was einem in den Kopf kommt. Und dann nach einiger Zeit mal durchliest, was man da so geschrieben hat. Wow! So habe ich noch vor kurzer Zeit gedacht?! Eine ihrer Lieblingsübungen mit Publikum war: vervollständige folgenden Satz: Die ganze Welt ist….OHNE zu überlegen, ganz spontan, was kommt dir als erstes in den Sinn? Sie hat dann regelmässig die Ergebnisse der anonymen Auswertung zum Besten gegeben: „…voller Idioten“ war, so viel ich weiss, meistens unter den ersten drei der am häufigsten genannten. Genau, es ist noch präsent. Weil ich eben am Webinar „Rückblog“ teilgenommen habe.

Es muss Spaß machen! (Also laut Judith das Bloggen…nicht strategisch; sondern dynamisch. Nicht: was könnte andere interessieren, sondern: worüber möchte ich schreiben?) Danke noch mal für die vielen Impulse, Judith! Wenn ich also darüber lachen kann, dass ich gedacht habe, die Welt ist voller Idioten..dann besagt das für mich: mir ist völlig klar, dass ich mich dann auch selbst dazu zähle. Und wenn ein Idiot jemand ist, der Fehler macht: willkommen im Club. Ich kenne niemanden, der keine macht. Jeder Fehler hat eine Lehre eingebaut. Zitat Vera F.Birkenbihl. So wie mein Fehler vor Jahren, einem Partner privat Geld zu leihen. Leider stellte sich heraus, dass er nicht gewillt ist, seiner Verpflichtung weiter nachzukommen, und mir in Raten die Summe zurückzuzahlen. Jetzt habe ich einen „Titel“ und kann, sollte er wider Erwarten noch einmal zu Geld kommen, noch einmal vollstrecken lassen. Toll. Mein Fazit: verleih besser kein Geld, und schon mal gar nicht, wenn Gefühle im Spiel sind. Dazu noch, wenn das Bauchgefühl (in diesem Fall war mir bei seiner ersten Frage nach Geld alles im Hals stecken geblieben…und ich habe es trotzdem gemacht!) … auch das darf ich loslassen.

Holzfigur, an den Beinen/Füßen wachsen Pilze
Fusspilz mal anders
Parkähnlicher Friedhof
Friedlicher Ort
mit Moos bewachsener Baumstamm. Sieht für mich aus wie ein liegender Ochse.
ich habe es „grüner Ochse getauft“

Alles hat ein Ende nur die Wurst…

Wo bleibt bei uns oft der Humor? Angeblich sind wir (Deutschen) die Humorlosesten und gleichzeitig komischsten Leute, jedenfalls erwähnte das jemand in der Rückschau auf Loriots Leben. Was sagte Helge Schneider: „bei mir muss der Teppich auch immer gerade liegen“. Genau aus dem Grund hängt mein Haussegen immer schief. Haben nur bisher wenige Leute verstanden…Immer wieder versucht jemand unaufgefordert, ihn gerade zu hängen. (Ja, ein Haussegen ist eigentlich ein „Ding“..alter Brauch, über der Eingangstür einen Haussegen zu hängen…und wenn jemand die Tür geknallt hat, hing er schief). Mein Segen. Bitte einfach so lassen. Hängt schief und schief ist englisch…und englisch ist modern, wissen wir doch, wir „Alten“ 😉 So wie jeder Gast beim Betreten gesegnet wurde, so wurde er auch beim Verlassen des Hauses gesegnet. Die Kraft des Segnens beschreibt die Kraft, die uns zur Verfügung steht, wenn wir jemandem wirklich Glück und ein gutes Leben wünschen können, auch wenn es „nicht so toll“ auseinander gegangen ist. Davon gab es gleich mehrere in diesem Jahr für mich, und ich bin froh, dass ich keinen tiefen Groll hege. Guten Tag und guten Weg!

Mein Haussegen

Manima in Hamburg

Mein Highlight des Jahres war unser Treffen bei Nicole in Hamburg. Wir drei, die wir uns bei der ETR-Ausbildung kennen gelernt haben. Ein sehr heisses Wochenende, an dem in anderen Teilen Deutschlands Feiertag war, schien uns ideal…die Idee hatten gefühlte hunderttausend Andere auch 😉 Trotzdem hatten wir eine wunderbare Zeit, mit Essen am Anlegesteg, einer tollen Premiere von „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ und auch noch spontan Spielbudenplatz, Reeperbahn..“& Julia-Das Musical“. Romeo mal ganz anders 😉 Witzig und farbenfroh-musik-gewaltig! Zufällig waren wir vorher noch im Michel, als ein Knabenchor probte und jemand auf der Orgel Mendelssohn’s Hochzeitsmarsch spielte. Wow! Wir haben einfach nur andächtig zugehört! Beeindruckend die spontane „private Führung“ und Informationen über die „kathogelische“ Figur ;-). Großes Glück hatten Margit und ich mit der Unterbringung in diesem wunderschönen Ferienhaus in Ahrensburg mit natürlich angelegtem, super gemütlichem Garten..wir haben es sehr genossen!

Ohne Gesundheit ist alles nix

Mitte des Jahres hatte ich das Gefühl, ich sollte mich mal mit meiner Darmflora beschäftigen. (Mir war zu Ohren gekommen, dass man nach jeder Antibiotika-Gabe die Darmflora wieder aufbauen sollte…nur sagt einem dass nicht unbedingt derjenige, der sie einem aufschreibt). Einiges durcheinander, und wenn man das Ganze homöopathisch angehen möchte, dauert es halt. Dabei geholfen hat mir meine Freundin Margit, https://www.naturheilpraxis-kelheim.com/ die mir Laiin die Zusammenhänge so wunderbar erklärt, mich unterstützt und alles in die Wege geleitet hat. Daher völlig einleuchtend, dass ein bisschen Joghurt essen nicht reicht und es einfach Zeit braucht. Auf was es (die gestörte Darmflora) alles Auswirkungen haben kann…sich ständig schlapp zu fühlen, etc. Zudem kam morgens beim Yoga der Gedanke, ich sollte mein Ayurveda-Buch mal wieder aufschlagen. „Zufällig“ an der richtigen Stelle: was Tagesrhythmus mit Gesundheit zu tun hat. Ping! Eine kleine Erleuchtung! Also nicht nur die Darmflora…auch die Gewohnheiten. Nicht zu wenig Schlaf, sondern zu viel und auch zur falschen Zeit. Einfach mal ausprobiert und die Tagesroutine (weitestgehend) geändert. Und das hier habe ich ebenso von Margit empfohlen bekommen. Ausprobiert, völlig begeistert und weiterempfohlen! Auch derjenige war begeistert und hat von sich aus von der wundersamen Besserung berichtet. (Es ging um Knieschmerzen…Wickel und weg!)

Hör nie auf anzufangen

Auf meiner Suche im Internet nach Ayurveda in Paderborn habe ich dann Constanze Kretzschmars Aerial Yoga gefunden. (Irgendwie scheinen die Themen nicht nur bei mir zusammen zu hängen ;-)) Beim 1. Bild dachte ich: genial! Damit ist das, was meine damalige Yoga-Lehrerin mir empfohlen hatte, möglich. Was ich aber nie hinbekam: Handstand. Im (Aerial-Yoga-)Tuch kein Problem! Und: die Welt aus einem anderen, dem umgekehrten Blickwinkel betrachten zu können rückt so manches ins passende, andere Licht. Sehr wohltuend, und nach kurzer Zeit ist auch schon viel länger „abhängen“ möglich 😉 Als ich zum 1. Mal im Aerial Yoga-Tuch hing, dachte ich: das will ich auch für mich zu Hause! Und hat sich zum festen Bestandteil meines Lebens entwickelt. https://www.kula-yogaloft.de/

Das Aerial Yoga-Tuch bei mir Zuhause
Aerial-Yogatuch

Stolz (?) = Ehre, Ehrgefühl, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbst-sicherheit, Wertgefühl, Würde

Worauf ich stolz bin? Einer von Judiths Vorschlägen für den Blog. Darüber habe ich nachgedacht… „Stolz“ ist ein schwieriges Wort für mich. Ich bin damit groß geworden: „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz“. Da es die beiden Begriffe in einen Topf schmeisst..ist es auch in meinem Kopf gekoppelt. Es hat mich dazu veranlasst, mal im Duden nachzuschlagen, welche Wörter anstelle dessen gebraucht werden können…laut Duden sind das im Titel einige der Synonyme, die für mich besser stimmen. Und bei mir passt eher: worüber bin ich froh? Ja, ich bin froh darüber, dass ich immer wieder etwas Neues ausprobiere. Aerial-Yoga, Knet-Betonherzen formen…nicht nur Augen zu zeichnen, sondern auch Tiere…mein neuestes Projekt: dog-walking. Oft habe ich überlegt: Hund oder nicht? Und immer wieder: er wäre zu viel alleine. Hm. Und dann finde „zufällig“ so einen süßen Terrier, der ein paar Mal pro Woche tagsüber „bewegt“ werden soll…ideal! Gut für alle Beteiligten 🙂

Zeichnung kleiner Dreckspatz, vermutlich Terrier
kleiner Dreckspatz
Betonherzen
Betonherzen
Zeichnung schwarzer Panther
Panther-Zeichnung

Finale…der Countdown läuft 😉

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..(..der uns beschützt und der uns hilft zu leben….) von Hermann Hesse. Und für einen Anfang muss etwas anderes zu Ende gegangen sein, in einem normalen Leben mit „normal“ viel Kapazität. Statt Nordic Walking zu zweit jetzt Spaziergang mit Hund. Beides wäre nicht möglich gewesen. Und so hat ein Ende etwas Gutes, auch wenn wir es in dem Moment meistens nicht erkennen können. Draussen wird schon beböllert und gleich ist 2025 Vergangenheit……schon komisch. Und jetzt erst fällt mir auf, wie oft ich in der Natur unterwegs war..schöne Dinge gesehen, tolle Stimmungen geniessen konnte. Jetzt, wo ich alle Fotos noch einmal durchgesehen habe. Das hätte ich ohne den Jahresrückblick, bzw. Jahresrückblog nie gemacht. Herzlichen Dank für diese Gelegenheit!

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